Welche Behandlungs- möglichkeiten gibt es?

Finden Sie heraus, welche Schuppenflechte-Behandlung die richtige ist.

Der spezialisierte Hautarzt berücksichtigt während seiner Diagnose zahlreiche Faktoren, bevor er Ihnen eine bestimmte Behandlung empfiehlt – darunter zum Beispiel:1

  • die Schuppenflechte-Form, die bei Ihnen vorliegt
  • wo sie am Körper auftritt, z.B. Finger-, Fußnägel oder Kopfhaut
  • die Schwere der körperlichen Beschwerden (Juckreiz, Schuppung etc.)
  • Belastungen in Ihrem Alltag und Ihrer Lebensqualität, die durch die Schuppenflechte hervorgerufen werden
  • Ihr Alter und Ihre persönliche medizinische Vorgeschichte

Sprechen Sie mit Ihrem Schuppenflechte-Arzt über diese Faktoren und Ihre Erwartungen an eine Behandlung. So finden Sie gemeinsam heraus, welche Behandlung die beste für Sie ist.

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Diese Behandlungen sind möglich.

Um wirksame Schuppenflechte-Therapien zu entwickeln, muss die Medizin die Erkrankung verstehen – und dieses Verständnis wächst rasant. Das Ergebnis sind Fortschritte in der Dermatologie und neue hochwirksame Behandlungsmöglichkeiten.

Mittlerweile stehen viele verschiedene Behandlungen bereit, die sich in die folgenden drei Kategorien unterteilen lassen:1-4

  • 1. Topische (äußerliche) Behandlungen
  • 2. UV-Lichtbehandlungen
  • 3. Systemische (innerliche) Behandlungen wie oral einzunehmende Medikamente und Biologika

Worin unterscheiden sich diese Behandlungsmöglichkeiten?

1. Topische (äußerliche) Behandlung – bei leichter Schuppenflechte1-4

Eine sogenannte topische Behandlung erfolgt äußerlich, also direkt auf der Haut, in Form von Cremes, Lotionen und Salben.

Eine große Anzahl an Präparaten gegen Schuppenflechte ist erhältlich. Sie sollten immer genau so angewendet werden, wie es der Hautarzt mit Ihnen besprochen hat.

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Behandlungen erfahren

2. UV-Lichtbehandlung – bei mittelschwerer bis schwerer Schuppenflechte1-4

Bei der Lichtbehandlung, auch Phototherapie genannt, wird die Haut mit ultraviolettem Licht (UV-Licht) bestrahlt.

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Lichtbehandlungen erfahren

3. Systemische (innerliche) Behandlung1-5

Die systemische Behandlung erfolgt nicht äußerlich auf der Haut, sondern innerlich über den Blutkreislauf. Sie beeinflusst die Aktivität die körpereigene Abwehr (Immunsystem) und kann dadurch die Entzündungsreaktion der Psoriasis hemmen.

Die Wirkstoffe sind als Tabletten, Kapseln, Infusionen oder Injektionen verfügbar.

Mittlerweile sind zahlreiche systemische Behandlungen zugelassen – wobei die oral einzunehmenden, klassischen Präparate weniger gezielt wirken als Biologika.

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Warum Biologika gezielt wirken?

Biologika werden bereits seit einigen Jahren zur Behandlung der Schuppenflechte eingesetzt. Sie hemmen bestimmte Botenstoffe, die im Körper von Menschen mit Schuppenflechte in sehr hohen Konzentrationen vorkommen und Entzündungsprozesse in der Haut auslösen oder aufrechterhalten.

In dem sie die Botenstoffe abfangen, wird die Entzündungsreaktion sehr effektiv eingedämmt und Beschwerden häufig um 90 Prozent oder mehr reduziert. Da Biologika sehr gezielt wirken, beeinträchtigen sie die normalen Körperfunktionen nur wenig.

Heute gibt es verschiedene Biologika die gezielt Botenstoffe der Entzündungsreaktion hemmen. Schon länger verfügbar sind die sogenannten TNF-alfa -Hemmer. Seit neuerem verfügbar sind Medikamente die auf verschiedene Interleukine im Körper wirken - so zum Beispiel Interleukin-17 oder Interleukin-12/23 Hemmer.

Manche Biologika kommen erst zum Einsatz, wenn davor andere systemische Therapien ausprobiert wurden, aber nicht ausreichend gewirkt haben. Mittlerweile gibt es aber auch Optionen, die eine Biologika-Behandlung ohne diese Einschränkung ermöglichen – sofern eine mittelschwere bis schwere Schuppenflechte vorliegt.

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Quellen:
  • 1. Augustin M et al. J Eur Acad Dermatol Venereol 2012; 26 Suppl 4: 1-16.
  • 2. Armstrong AW et al. J Cutan Med Surg 2015: pii: 1203475415623508.
  • 3. Kupetsky EA, Keller M. J Am Board Fam Med 2013; 26(6): 787-801.